---
title: "1000-Mann-Quote — was die Kennzahl zählt und was sie verschweigt"
description: "Wie die 1000-Mann-Quote berechnet wird, welche Unfälle überhaupt hineinzählen, und warum sie sich nicht mit einer französischen oder kanadischen Rate vergleichen lässt."
term: "1000-Mann-Quote"
definition: "Die Zahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter in einem Jahr. Meldepflichtig ist ein Unfall erst, wenn er zu mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit oder zum Tod führt — die Schwelle steckt in der Kennzahl, nicht daneben."
alsoKnownAs:
  - "Unfallquote"
  - "Tausend-Mann-Quote"
jurisdiction: "Deutschland"
locale: "de-DE"
publishedOn: 2026-09-06
reviewedOn: 2026-09-06
canonical: "https://safeally.net/de-de/glossar/1000-mann-quote/"
sources:
  - label: "Begriffe der Unfallstatistik"
    url: "https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/begriffe-statistik/index.jsp"
    publisher: "DGUV"
  - label: "Arbeitsunfallgeschehen — Zahlen und Fakten"
    url: "https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/au-wu-geschehen/arbeitsunfaelle/index.jsp"
    publisher: "DGUV"
  - label: "Arbeitsunfälle je 1 Mio. Arbeitsstunden"
    url: "https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/au-wu-geschehen/au-1mio-stunden/index.jsp"
    publisher: "DGUV"
---

# 1000-Mann-Quote — was die Kennzahl zählt und was sie verschweigt

Die Zahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter in einem Jahr. Meldepflichtig ist ein Unfall erst, wenn er zu mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit oder zum Tod führt — die Schwelle steckt in der Kennzahl, nicht daneben.

Zwei Größen entscheiden über die Zahl, und beide sind Definitionen, keine
Messungen: **welche Unfälle gezählt werden** (nur meldepflichtige) und **wer im
Nenner steht** (Vollarbeiter, also Vollzeitäquivalente, nicht Köpfe).

## Was das praktisch bedeutet

- **Unfälle mit bis zu drei Tagen Ausfall erscheinen nicht.** Ein Betrieb kann
  seine Quote senken, ohne dass sich am Geschehen etwas geändert hat — etwa weil
  Wiedereingliederung früher greift. Deshalb steht neben der Quote sinnvollerweise
  eine zweite Kennzahl ohne Schwelle.
- **Vollarbeiter sind zu rechnen, nicht zu schätzen.** Teilzeit, Leiharbeit und
  unterjährige Zugänge verändern den Nenner spürbar; ein Kopfzahl-Nenner macht die
  Quote systematisch zu niedrig.
- **Die DGUV veröffentlicht daneben eine stundenbezogene Kennzahl** — meldepflichtige
  Arbeitsunfälle je eine Million Arbeitsstunden. Für den innerbetrieblichen
  Vergleich über die Jahre ist sie meist die ehrlichere.
- **Wegeunfälle zählen nicht mit.** Sie werden getrennt geführt.

## Was sie nicht ist

**Kein Sicherheitsindex.** Sie zählt Ereignisse, nicht deren Schwere. Ein Betrieb
mit einer niedrigen Quote und einem Todesfall steht schlechter da, als die Zahl
aussieht.

**Und nicht vergleichbar mit dem französischen _taux de fréquence_ oder einer
kanadischen _lost-time claim rate_.** Frankreich zählt Unfälle mit mindestens
einem Ausfalltag auf eine Million geleisteter Stunden; Kanada zählt vom Träger
**anerkannte** Ansprüche je 100 Beschäftigte. Drei verschiedene Zähler, drei
verschiedene Nenner, drei verschiedene Schwellen. Wer eine Zahl in die andere
umrechnet, erzeugt eine Vergleichbarkeit, die es nicht gibt.
